Brösel auf Irrwegen
Letzten Sonntag, es war der strahlend schöne, sonnige 1. Mai, zockelte ich fröhlich mit Brösel durch den Schanzenpark. Gutgelaunt bog ich um eine Ecke, während Brösel noch an einer erloschenen Feuerstelle schnupperte. Als Brösel nicht nachkam, blieb ich stehen und wartete. Dann rief ich nach ihm. Nichts. Ich ging zurück zu der Stelle, wo er geschnuppert hatte – nichts. Kein Brösel. Böse Vorahnungen stiegen in mir auf – und ich war auch einem verdächtig aussehenden, grobschlächtigem Typen begegnet, der so aussah, als könne er kleine Hunde stehlen, um später ein leckeres Abendessen aus ihnen zu bereiten … kurz gesagt, ich war besorgt. Hektisch rannte ich mehrmals durch den Park, durchsuchte alle möglichen Stellen, wo Brösel abgeblieben sein könnte. Das sah ihm gar nicht ähnlich! Immerhin habe ich Bröselchen schon eineinhalb Jahre und abhauen gehört nicht zu seinen Lastern. Ich ging noch einmal um den Park herum, war inzwischen arg verzweifelt und begann, an alle Hundehalter, die ich sah, Visitenkarten zu verteilen, mit der Bitte, mich anzurufen, sobald Brösel ihnen begegnet. Schließlich war ich so besorgt, dass ich zur Polizeiwache 17 ging, die gleich in der Nähe ist und dort nachfragte, was ich tun kann. Dort half man mir in ganz überwältigend freundlicher Weise: ein netter Polizist steckte mich in ein Polizeiauto und suchte mit mir noch einmal das ganze Gebiet ab. Als wir Brösel auf diese Weise Weise nicht fanden, fuhr er mich nach Hause – was meint ihr, wer dort vor der Tür saß?? Brösel! Er hatte den ganzen Heimweg allein bewältigt und den Weg nach Haus gefunden. Da fiel mir natürlich ein Stein vom Herzen! Und Brösel musste sich von dem Stress auch erstmal erholen (siehe Foto). Ein ganz großer Dank noch einmal an die netten Polizisten von der Revierwache 17, die trotz des Schanzen-Stresses am 1. Mai so viel Zeit für die Suche nach Brösel erübrigt haben – DANKE!!!
- Bitte seht unten auch den Artikel über Pavel, der seit Monaten draussen rumstreunert – der Besitzer macht sich furchtbare Sorgen -
Abgelegt unter: Kriminell,Verhalten
2 Antworten



Ein wirkliches Horror-Szenario für jeden Hundebesitzer.
Ich hätte nicht gedacht, dass die Polizei so hilfsbereit reagiert! Ein großes Lob an dieser Stelle.
Zum Glück ist ja alles nochmal glimpflich ausgegangen. Grüße an Brösel!
Peter
Hallo Peter!
Ich hätte auch nicht gedacht, dass die Polizei so nett ist! Man hört ja immer nur Negatives.
LG Suse