Hunde-Diät sehr erfolgreich – Brösel immer schlanker!
Ja, ihr habt richtig gehört! Die kleine Fress-Backe Brösel hat etwas abgenommen! Als ich ihn am Montag bei der Tierärztin auf die Waage stellte, wog er nur noch 10,8Kg!!!! Das sind im Vergleich zu 11,5 Kg letzten Monat schon 700 Gramm weniger, eine tolle Leistung! Endlich klappt es mit dem Abspecken. Nicht, dass Brösel dick ist – aber vorbeugen ist besser als zurücklehnen. Und 11,5 Kg bei einem Hund, der letztes Jahr mit ca 8,5 Kg hier angekommen ist, war mir dann doch etwas zu viel.
Ich kann also stolzestens behaupten, eine gute Hunde-Diät ersonnen zu haben. Meine Tricks:
- SPIELZEUG: Brösel bekommt regelmäßig (leider teures) hochwertiges Hundespielzeug. Z. B. die roten Vollgummi-Kongs von Trixie, die er besonders liebt. Mit solch einem Spielzeug ist er einige Zeit so beschäftigt, dass er an gar nichts anderes denkt – auch nicht an essen! Wenn man ihm dieses Spielzeug noch schlau zeitmäßig “zuteilt”, also nur einige Stunden am Tag, braucht er auch einige Tage, um es vollends kaputt zu kriegen. Draussen trägt er es stolz im Maul und achtet nicht auf herumliegendes Essen, das leider in meinem Stadtteil zuhauf auf die Straßen geworfen wird, da er gedanklich mit seinem tollen Spielzeug beschäftigt ist.
- MÖHREN: Ich koche 1 Kilo Möhren (ALDI, 0,59 Cent) so lange, bis sie matschig sind und zerstampfe sie noch mit dem Kartoffelstampfer. Damit wird Brösels Nahrung ergänzt. Wenn man Möhren öfter mal anstatt Reis oder Kartoffeln als pflanzlichen Futteranteil nimmt, spart man unheimlich Kohlenhydrate. Da Möhren nicht viele Kohlenhydrate haben, können sie auch nicht in Form von Hüftgold beim Wuffel die Taille verschwinden lassen. Nebeneffekt: Die Möhren haben auch einen guten Einfluss auf die Verdauung. Trick: Ich koche die Möhren auch mit ein paar Kümmelkörnern, die Blähungen verhindern.
- LECKERLIES: Alle Leckerlies werden vor dem Kauf auf Kohlenhydrate gecheckt – Zucker verbietet sich ja eh von selbst bei Hunden – und es werden bevorzugt Leckerlies gekauft, die wenig Kohlenhydrate haben. Diese werden in winzige Stücke gebrochen, sodass sie wirklich nur kleine Winz-Belohnerlies sind und nicht zu sehr aufs Gewicht gehen.
- ABWIEGEN: Ich wiege die tägliche Gesamtmenge an Futter für Brösel ab – er bekommt 200 Gramm Futter plus 15-20 Gramm Leckerlies. Dadurch bin ich sicher davor, Brösel ausversehen zu überfüttern. Wie viel der Hund an Futter wirklich benötigt und haben sollte, erfährt man beim Tierarzt des Vertrauens oder man kann den Internet-Futter-Rechner für Hunde benutzen. Natürlich wollen die Futterhersteller ihr minderwertiges Zeug verkaufen und behaupten, Fertigfutter sei besser. Alle, die da noch schwanken, sollten mal das Buch “Katzen würden Mäuse kaufen” lesen. All die modernen Hundekrankheiten und die heutzutage häufig zu sehende Fettsucht bei Hunden gibt es nur durch falsche Ernährung (Fertigfutter, TroFu) und Qualzüchtung, so meine Meinung. Natürlich gibt es auch gute Fertigfuttersorten, die aber schwer zu bekommen und oft sehr teuer sind. Beim Schlachter Jacob (immerhin der Haus-Schlachter von Tim Mälzers Restaurants) bekomme ich hochwertige Fleischreste, die beim Schlachten abfallen wie Maulfleisch und Schlund. Jeder gute Schlachter, der Fleisch aus eigener Zucht anbietet und selbst schlachtet, bietet so etwas an. Man bezahlt nur einen Bruchteil dessen, was Dosenfutter kostet, für dieses hochwertige Fleisch.
- TRICK: Wichtig bei allen selbst zubereiteten pflanzlichen Speisen für Hunde ist, dass man sie wirklich laaange kocht. Sie müssen matschig sein und quasi von alleine zu Matsch zerfallen. Das gilt sowohl für Reis, Kartoffeln als auch Hirse oder Gemüse. Denn nur völlig zerkochtes Gemüse kann vom Hund verdaut werden. Kocht man das Zeug nicht lange genug, kriegt der Hund nur Blähungen und Durchfall. ZU LANGE kochen gibt es hier nicht, diese pflanzlichen Futteranteile können ruhig anderthalb Stunden auf kleiner Flamme köcheln.
- Last but not least SPIELEN: Mit dem Hunde wird natürlich täglich gespielt, bis er quasi müde ins Körbchen fällt. Bei einem Terrier ist das gar nicht so einfach, aber ich bemühe mich.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass zwei Faktoren meiner Meinung nach für das Hundegewicht ausschlaggebend sind: Aufmerksamkeit und Kohlenhydrate. Das heisst, dass Brösel, der immer nur an Essen denkt und in seiner Vergangenheit hungern musste, einfach das Thema “Essen” durch etwas genauso Interessantes ersetzt bekommen muss. Seine Aufmerksamkeit muss auf etwas anderes gelenkt werden. In Brösels Fall hilft Spielzeug und Suchspiele sowie Ball-Klau-Spiele, bei denen ich versuche, ihm den Ball abzunehmen. Auch Spielzeuge, die Geräusche machen, also klingeln oder quietschen können Brösel stunden- tage- wochenlang ablenken. Am zweitwichtigsten finde ich Kohlenhydrate, die in der Hundenahrung viel zu viel vorkommen und die ich reduziert habe.
Was meint ihr zu diesem Thema? Über eure Kommentare würde ich mich natürlich sehr freuen!
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