Mai 2010
Der Mai ist ein guter Zeitpunkt, um einmal zu vergleichen, was sich seit Brösels Ankunft alles getan hat. Insgesamt bin ich sehr stolz auf Bröselchen, er hat alle Anpassungs-Hürden mit viel Motivation gemeistert.
Gesundheit
Es gab kleine Rückschläge wie seine rechte Vorderkralle, die sich immer wieder entzündet. Aber alle anderen Wunden, die Brösel mitgebracht hat, sind gut verheilt und ich denke, die sind auch endgültig abgeheilt. Gesundheitlich ist Brösel nun topfit, die viele Bewegung tut ihm gut, das gute Futter auch.
An Brösels Hals habe ich eine gerade Narbe entdeckt, die von einem Schnitt herzurühren scheint. Das würde auch die vielen Schnittwunden/Narben an seinen Pfoten und Beinen erklären – wenn jemand ihn mit einem scharfen Gegenstand gequält hat und er verzweifelt versucht hat, sich mit den Pfoten zu wehren. Leider kann er nicht reden und erzählen, was ihm passiert ist.
Jeden Tag mache ich mit ihm einen laaangen Spaziergang und spiele Ball mit ihm auf der Hunde-Wiese. Hinzu kommen zwei kurze Spaziergänge morgens und abends sowie all meine Besorgungen und Tätigkeiten, zu denen er mitkommt. Da ist er abends (genau wie ich) platt und schläft sofort ein.
Brösel hat wieder geringfügig abgenommen, mein Futterplan scheint also zu klappen. Zu Trainingszwecken bekommt er noch viele Leckerli, die werden aber vom Futter abgerechnet, damit sie sich nicht auf die Hüften legen.
Angst
Seit Ende April spielt Brösel endlich draussen und ich versuche, ihm das Indoor-Ballspielen abzugewöhnen. Er vermisst das allerdings und versucht auf jede nur mögliche Weise, mich dazu zu bringen, wieder in der Wohnung mit ihm Ball zu spielen. Ich denke allerdings, dass es besser ist, draussen zu spielen. Da schmollt er noch ab und zu.
Man merkt schon daran, dass Brösel jetzt draussen spielt und nicht mehr so verkrampft ist mit anderen Menschen, dass seine Angst einer vorsichtigen Entspannung gewichen ist. Bei meiner Schwester Martina lässt er sich sogar zu Begeisterung hinreissen und springt freudig an ihr hoch, wenn er sie sieht – das hätte ich mir vor wenigen Wochen nicht träumen lassen. Anspringen ist ja eigentlich eine Unsitte, aber bei Brösel freut es mich einfach zu sehr, dass er es überhaupt macht, als dass ich es ihm jetzt verbieten würde.
Fazit
Insgesamt habe ich den schönen Eindruck, dass seit letztem Monat ein Knoten bei Brösel geplatzt ist und viele Dinge jetzt für ihn möglich sind, die vorher undenkbar waren. Er macht den Eindruck, dass es ihm gut geht und dass er weniger Angst hat. Er rennt mir nicht überall hin hinterher, sondern hält sich (z. B. zum Mittags-Schläfchen) auch gern mal in einem anderen Zimmer auf als ich. Bis letzten Monat hat er noch vor der Klotür gewacht, wenn ich auf Toilette musste und hatte Angst, dass ich hineinfalle … innerhalb weniger Wochen hat er so viel Coolness entwickelt, dass er lässig seinen Ball draussen im Maul trägt – und sich zu Haus sicher fühlt.
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