Dezember 2009
Im Dezember hat Brösel sich weiter eingelebt und stabilisiert. Ich wundere mich dauernd, wie dieser kleine Hund sich einbringt und toll mitmacht. Natürlich gibt es auch das ein oder andere Manko, so lässt er es sich zum Beispiel nicht nehmen, die Nachbarin anzubellen, die er nicht mag – die wohnt über uns und trinkt wohl den ganzen Tag – jedenfalls begegnet sie uns manchmal, ist leider total derangiert und ungepflegt & beschimpft mich oft im Treppenhaus ohne Grund ziemlich unflätig. Die mag Brösel natürlich nicht, was ich auch gut verstehen kann. Die Hausverwaltung musste inzwischen einen Anwalt einschalten, da diese Frau sich immer wieder – na ja, nennen wir es mal ziemlich unhöflich – ihren Nachbarn gegenüber verhält.
Alle anderen Nachbarn werden nett und zivilisiert von Brösel begrüßt, mit kurzem Schnuppern, Wedeln und weitergehen, wie es sich gehört.
Brösel hört gern ruhige, leise Musik. Im Internet höre ich daher mit Brösel das SomaFM Weihnachts-Special und habe mitgekriegt, dass Brösel sich bei Louis Armstrong ekstatisch auf dem Rücken wälzt. Ein musikalischer Hund, dennoch: Bei Roger Cicero wälzt er sich auch ekstatisch … auf den steht er auch ziemlich.
Sirenen empfindet Brösel, glaube ich, als heulendes Wolfsrudel – jedesmal, wenn ein Polizei- oder Rettungswagen mit Blaulicht vorbeifährt, fängt er an, “mitzuheulen” und heult sich fast den Kopf ab.
18.12.09
Heute war Troy bei uns zu Besuch und es ging alles toll, Brösel war ein guter Gastgeber, es gab keine Zankereien zwischen den beiden Hunden, obwohl ich beide sogar nebeneinander gefüttert habe. Die Wauwis haben sich schön irgendwo hingekuschelt und geschlafen, mit einem Handtuch Tauziehen gespielt und sind dann vergnügt die Treppe runtergestürmt, um noch einmal zum Toben in den Schnee zu gehen. Als sie beide anfingen zu bellen, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl und als ich die Hunde eingeholt hatte, bewahrheitete sich das leider. Meine suchtkranke Nachbarin stand unten im Treppenhaus und moserte irgendetwas Unfreundliches (wie immer), die Hunde bellten sie natürlich fröhlich aus voller Lunge an, da sie sich zu zweit besonders stark fühlten, knurrten sie sogar, und sprangen selbstbewusst an ihr vorbei ins Freie. Gottseidank sind es ja kleine, unbedrohliche Hunde, sonst wäre das jetzt wirklich blöd gewesen. Ich werde sie jedenfalls in Zukunft im Treppenhaus immer anleinen. In solchen Momenten könnten die kleinen Racker wirklich etwas mehr Disziplin haben, denn bei Leuten, die ich eklig finde, ärgert mich ihr Fehlverhalten viel mehr, als wenn sie sich bei netten Leuten mal gehen lassen.
Davon abgesehen war ich aber total stolz auf die beiden. Sie haben einfach nur süß im Schnee gespielt und waren gaaanz brav!

Ich bin total froh, rechtzeitig einen guten Mantel/Hundedecke für Brösel gekauft zu haben – jetzt sind die guten Modelle bestimmt alle ausverkauft! Mit Mantel ist Brösel sogar imstande, Stunden im Schnee zu verbringen, wir müssen irgendwann rein, weil er kalte Füße kriegt, ansonsten ist er gut eingemummelt.

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