Hund liebt Teppich
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Brösel hat eine kleine Stoff-Ratte bei Ikea bekommen, zu der er innerhalb von Minuten ein sehr inniges Verhältnis entwickelt hat. Die Ratte wird immer wieder erbeutet, herumgeschleudert und angenagt, nur um dann beschmust und abgeleckt zu werden … den Schwanz und einen Fuß hat er leider schon abgebissen.
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Es wird Sommer. Ein einziger Sonnentag hat gereicht, um den Schanzenpark so aussehen zu lassen (siehe Bild unten). Ich habe fünf leere Fleischpakete gezählt. Das Foto ist nur ein Ausschnitt aus der vollgemüllten Wiese. Brösel hat sich vorbildlich verhalten und liess sich abrufen. Ich nehme es seufzend als Herausforderung und als Übung für Brösel, sich nicht um den Müll zu kümmern. Bei dem Anblick der total vollgemüllten Wiese war ich allerdings irgendwie traurig. Immer wieder denke ich, die Menschheit lernt etwas dazu – dann muss ich im Jahre 2010 ausgerechnet im Schanzenpark, wo man denkt, die Anwohner sind umweltfreundlich und modern eingestellt, so einen Sh*t vorfinden – schade.
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Immer wieder staune ich, wenn Brösel in letzter Zeit gleichgültig an altem Brot und herumliegendem Essensmüll vorbeigeht. Zeitweilig war mir Brösels Müll-Gier so auf die Nerven gegangen, dass ich mit ihm an relativ kurzer Leine in der Mitte des Gehwegs gegangen bin – eben da, wo kein Essen herumliegt, das ja meist am Rand oder im Rinnstein liegt. Ausserdem habe ich einen kleinen Quietscheball in der Handtasche, den ich ab und zu beiläufig heraushole, ihn ein wenig in der Hand wiege und sichtbar für Brösel trage. Da ist Brösel dann voll auf den Ball konzentriert und seine Vorfreude, bald damit zu spielen, steigt ins grenzenlose. Dann bettelt er zwar, den Ball haben zu dürfen, konzentriert sich aber wenigstens nicht auf herumliegenden Müll.
Diese Tätigkeiten tragen jetzt Früchte: Brösel hat seine Aufmerksamkeit vom Essensmüll auf Dinge, die ich bei mir habe, verlagert und interessiert sich ständig für Belohnungen oder Spiel-Einheiten mit mir. Die bekommt er natürlich auch. Immer, wenn er einwandfrei “Bei Fuß” geht, sich abrufen lässt oder “Aus” macht, ist ein dickes Leckerli fällig.
Mein Fazit: So dumm es auch klingt, aber es scheint zu wirken, den Hund eine Zeit lang abzulenken von seiner Müll-Sucht und ihm stattdessen mit Erziehungs-Belohnungen und der Aussicht auf Ball-Spielen den Mund wässrig zu machen. Nach einer Zeit verlagert der Hund seine Aufmerksamkeit auf Belohnungen und Spiele und “vergisst”, sich um den Müll zu kümmern
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So, die Bauarbeiten sind so gut wie abgeschlossen. Das neue Design behalte ich jetzt hoffentlich eine lange Zeit bei. Es ist ein Design, das mit wenig code und nur 3 kleinen Grafiken (plus mein Brösel-Logo) auskommt und ich habe mich einfach wegen des minimalistischen Aufbaus und der schlichten Schönheit in dieses Theme verliebt. Ich hoffe, es gefällt euch!
Viele Grüße Suse
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In Hamburg wird jetzt auch, nicht zuletzt dank des bösen Mopo-Artikels von vor ein paar Tagen, Stimmung gegen Hunde und ihre Halter gemacht. Hundehalter, die laut Tierschutzgesetz dem Hund täglich eine angemessene Zeit Auslauf gewähren sollen, sollen gleichzeitig ihren Hund am Besten 24 Stunden lang angeleint lassen. Irgendetwas stimmt wohl nicht, oder ist es das Sommerloch, das sich ächzend auftut? Unsinn ist es jedenfalls – denn ein angeleinter Hund kann genauso zubeissen wie ein nicht angeleinter. Wenn besagter Rottweiler aus dem Mopo-Artikel angeleint an den Kindern vorbeigeht, kann er ihnen auch schwere Verletzungen zufügen. Die meisten Rottweiler-BesitzerInnen sind meiner Meinung nach körperlich nicht in der Lage, so blitzschnell und hünenstark ihren wild gewordenen Rottweiler, der gerade zubeisst, von einem Opfer wegzunehmen, ob angeleint oder nicht. Dann müssten Hundebesitzer höchstens die zusätzliche Auflage bekommen, sich mit ihren angeleinten Tieren anderen Menschen nicht mehr zu nähern …
Bei Brösel habe ich mir lange überlegt, wann ich ihn ableine und wann nicht. Denn in den ersten Wochen nach seinem Einzug bei mir hat der kleine Gauner noch geklaut und gebettelt, dass es eine wahre Freude war. Und da musste ich die anderen Menschen wirklich einfach vor seinen Belästigungen und dem militanten Betteln schützen. Inzwischen bettelt Brösel nicht mehr so maßlos und lässt sich normalerweise abrufen – trotzdem – an Straßencafés und Restaurants gehen wir lieber angeleint vorbei.
Als Hundehalterin kann ich mich manchmal nur schützend vor meine arglosen Hunde stellen, wenn diese von Kindern mit Stöcken, Fahrrädern oder den Händen traktiert werden (Manche Kinder finden es lustig, Hunde zu kneifen, mit Stöcken zu pieksen oder mit dem Fahrrad anzufahren). Die Eltern haben ja eigentlich auch die Pflicht, ihre Kinder zu beaufsichtigen – die stehen in den meisten Fällen grinsend daneben und finden das Verhalten ihrer Kinder lustig. Über diese netten Mitmenschen verliert die Mopo natürlich kein Wort! {Als Elfjährige hätte meine Deutschlehrerin (die unvergessene Ingrid Asmussen) mir für einen so schlecht recherchierten, einseitig geschriebenen Artikel eine 4- verpasst!} Erst ein einziges Mal hat ein verantwortungsbewusster Vater mich gefragt, ob seine Tochter meinen Hund streicheln darf. Der hat mir den Glauben an die Eltern im Allgemeinen wiedergegeben. Oft werden die Hunde, mit denen ich unterwegs bin (also meist Brösel und Troy) einfach gefüttert, was zwar gut gemeint ist, aber total meine Erziehungs-Bemühungen unterläuft, denn den Hunden wird so das Betteln wieder angewöhnt. Die Hunde werden ohne zu fragen fotografiert, wozu die Leute mit ihren Kameras und Fotohandys wie selbstverständlich den sich wegdrehenden Hunden, die das ewige Fotgrafieren schon leid sind, folgen und versuchen, doch noch ein Frontal-Bild von ihnen zu bekommen. Besonders der arme Troy mit seinen verschiedenfarbigen Augen ist ein beliebtes Foto-Motiv. Kinder und auch Erwachsene streicheln die Hunde und fassen sie an, ohne zu fragen. Ich kann immer nur staunen, wie lässig die Menschen mit fremden Hunden umgehen. Ich wünschte mir oft, die Rechte von Tieren und damit auch von Hunden, wären auch mal interessant genug, um Gegenstand eines Leitartikels in der Mopo zu sein … trotzdem würde ich doch kein Gesetz fordern, ich fordere nur hiermit alle Menschen auf, ihren gesunden Menschenverstand zu benutzen und nicht fremde Hunde unvermittelt anzufassen, zu füttern oder zu belästigen.
In den Berliner öffentlichen Verkehrsmitteln wurde ab Januar 2010 eine allgemeine Maulkorb-Pflicht eingeführt. Selbst alte Omis müssen ihren halbblinden, winzigen, rheumatischen alten Yorkshire-Terriern und Shi-Tzus Maulkörbe verpassen. Denn es geht nicht um eine tatsächliche Gefahr, die von den Hunden ausgeht, so hat es auch eine Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe geäussert – es ginge um die subjektive Angst, die einige Fahrgäste vor Hunden haben, und darum müssten nun die Hunde Maulkörbe tragen. In meiner Auffasung von Logik müssten die Hunde-Phobiker eine entsprechende Therapie machen, um sich von ihren Ängsten zu befreien. Aber die armen Hundchen haben ja irgendwie keine Lobby. Irgendwann dürfen Hunde nur noch mit Golfmaske, Zwangsjacke, Elektroschock-Halsband und Fußfesseln ausgeführt werden. Ich muss jedenfalls bekennen, dass ich diese völlig übertriebene Hunde-Panik unglaublich finde.
Verantwortungsbewusstsein heisst für mich auch Toleranz. So würde ich meinen Hund in einem winterlichen, einsamen Park auch mal ohne Leine nebenher laufen lassen. Schande über mich! Verbrennt mich! Ich bin eine Hexe! Im Frühling und Spätherbst (wenn die Vögelein brüten/die Eichhörnchen Nüsse sammeln), sind angeleinte Hunde für mich aber selbstverständlich. Schließlich brauchen die Hunde ja gar nicht ernsthaft zu jagen – es reicht, wenn sie im Uferbereich die Enten beim Brüten (oder die Eichhörnchen im Unterholz beim emsigen Nüssesammeln) stören. Hierfür hat Brösel eine Flexi-Leine bekommen, damit kann er etwas herumschnuppern, ohne abgeleint zu sein.
Ich habe die Flexi-Leine erst gestern gekauft und liebe sie jetzt schon. Brösel läuft daran perfekt – auch er scheint diese Leine zu mögen. Ich habe lange gezögert, so ein Ding zu kaufen, denn in mehreren Hunde-Erziehungsratgebern wird von Flexi-Leinen abgeraten. Der Praxistest auf langen Spaziergängen war aber so gigantisch toll, dass ich diese Leine schon jetzt nicht mehr missen möchte! Ich habe 5m Spielraum für Brösel mit der Flexi-Leine, die ich selbst per Feststellknopf dosieren kann. Wenn ich die Leine nicht fest stelle, nutzt Brösel die 5m aber erfahrungsgemäß nicht aus, da er (der kleine Feigling) sich eh fast nie so weit von mir entfernen mag – kürzlich hat er mich bei einer Gebüsch-Exkursion im Schanzenpark aus den Augen verloren und ist dann hektisch kreuz und quer über die Wiese gelaufen und war heilfroh, als er mich wiederfand. Irgendwelche politischen Probleme löse ich mit der Flexi-Leine nicht und ich verschaffe damit den Hunden auch nicht mehr Daseins-Rechte als Lebewesen in unserer Gesellschaft, aber für mich ist es ein gängiger Kompromiss – solange, bis diese Welt eine bessere ist.
Ein von vielen Tierschützern angeregter Lösungsansatz wäre, endlich den Hunde-Führerschein einzuführen. Nein, das ist keine Auto-Fahrerlaubnis für Hunde, sondern ein Schein, den jeder machen müsste, der einen Hund hält oder halten will. Hier wird sichergestellt, dass der Hundehalter (hiermit dürfen sich auch Frauen angesprochen fühlen) gelernt hat, wie er seinen Hund artgerecht hält, führt, und wie er sich im Alltag verantwortungsbewusst verhält. Damit wäre allen von Hunden genervten Menschen gedient – und für die Hunde wäre es eine Revolution, denn sie würden endlich vermehrt hundegerecht gehalten. Aber da sperren sich die Politiker, da wird lieber weiter gequängelt und da werde ich wohl noch einige Anti-Hunde-Artikel lesen müssen, bevor sich da was bewegt …
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