Futterbremse
Brösels Gewicht von 10,7 Kg hat mich dazu gebracht, mal seine Futtermenge genau zu überdenken. Er ist zwar nicht dick, soll allerdings auch nicht mehr weiter zunehmen. Ich habe mal im Internet Futtermengen-Rechner für Hunde gesucht und diesen hier gefunden, den ich von den angebotenen am Besten finde. Da habe ich die Maske ausgefüllt und auf “Berechnen” gedrückt, und oh Schock: Hierbei habe ich alarmierenderweise festgestellt, dass Brösel zwar weniger bekommt, als in der Zeit, als er aufgepäppelt werden musste, jedoch immer noch fast doppelt soviel wie normal! Jetzt habe ich erstmal mithilfe einer Küchenwaage und vieler kleiner Tupperdosen für die nächsten Tage Hackfleisch, Gemüse und Reis (im Verhältnis 60% Fleisch und 40% pflanzliches Zeug) genau abgewogen und portionsweise eingefroren. Brösel ist mit der viel kleineren Menge Futter heute genau so glücklich wie sonst mit der großen Menge – Hunger hat der Schnuddel halt immer. Mit dem vielen Fell, dass er inzwischen nachgelegt hat und der kleinen, sympathischen Speckschicht unter der Haut kann ich ihn jetzt sogar ohne Mantel draussen rumlaufen lassen – es sei denn, es ist ein solcher Schneeregen wie heute …
Gegen das Müllfressen werden jetzt auch drastische Mittel eingesetzt – die Schonzeit für Bröselchen ist definitiv vorbei! Ich habe einen Maulkorb gekauft, den er jetzt bei jedem Versuch, Müll zu fressen, aufgesetzt bekommt. Natürlich hassen Hunde Maulkörbe, daher wird Brösel erwartungsgemäß lieber auf das Müllfressen verzichten, als mit einem Mauli rumzulaufen. Ein anderer Terrier-Besitzer im Park hat es so jedenfalls bei seinem Hund geschafft + ich werde das mal versuchen. Immer noch gibt es hier genug Irre, die Fleisch, Brot und anderes Essen im Park auslegen, weil sie das irgendwie toll finden. Man weiss immer nicht, ob das Tierhasser sind, die dort Giftköder auslegen oder einfach nur sehr naive Menschen, die denken, so irgendwelchen Tieren zu helfen. Mittlerweile stehen bis zu 10.000 Euro Strafe darauf, wildlebende Stadttiere zu füttern, trotzdem lassen die Leute sich nicht abhalten. Kontrolliert wird es leider kaum, obwohl in vielen Stadtteilen Gitfköder-Alarm geschlagen wurde. Dabei zahlen die Hundchen doch brav ihre Steuer …
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