Brösels Ängste
So viele Fortschritte Brösel macht, so viele Rückschritte gibt es auch, sobald Brösel in Panik gerät oder Angst bekommt. Trotz Bachblüten und gut verlaufenden Übungen hat Brösel immer noch Angst vor Dunkelheit, dem Alleinsein, lauten Geräuschen und besonders vor alkoholisierten Menschen. Als ich ihn bekam, hatte er vor Flaschen solche Angst, dass er sofort geduckt aus dem Zimmer rannte, sobald ich eine Flasche aus dem Kühlschrank nahm. Inzwischen ist er da ganz cool. Treffen wir aber die alkoholkranke Nachbarin im Treppenhaus oder auf der Straße, wo sie im betrunkenen Zustand meistens sofort anfängt, uns anzupöbeln, auch Brösel, den sie einen “dreckigen Köter” usw. nennt (für mich hat sie noch viel schlimmere Bezeichnungen), bekommt Brösel jedesmal eine Panikattacke und versteckt sich hinterher stundenlang im Badezimmer, wo ich ihn mit Käsestückchen und viel gutem Zureden wieder herauslocken muss. Ich kann nicht verstehen, wie man so weit herunterkommen kann wie diese Frau und werde mich jetzt auch anwaltlich beraten lassen, um endlich zu erreichen, von ihr in Ruhe gelassen zu werden. Die Angst vor der Dunkelheit kann ich mir noch nicht erklären – wenn es dunkel ist, ist es jedenfalls sehr schwer, mit Brösel gassi zu gehen, er will dann absolut nicht rausgehen. Wenn er dann erst einmal draussen ist, geht es. Im dunklen Zimmer ist er auch nicht gern allein. Das alleine Bleiben muss Bröselchen jetzt lernen. Im Februar kommt noch einmal die Hundetrainerin/Tierpsychologin und entwickelt Übungen mit Brösel, die wir dann täglich machen werden. Ich freue mich schon darauf.
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