Frühlingsgefühle gratis im teuren Hamburg
Ja, aus Zeitmangel komme ich nur noch am Wochenende zu ausgedehnten Spaziergängen an der Elbe. Die fallen dafür umso genüsslicher aus! Brösel fängt – ich weiss nicht, wie sein Tagesfrauchen Birgit das geschafft hat – tatsächlich an, sich mehr und mehr für andere Hunde zu interessieren und sogar mit ihnen zu spielen. Heute trafen wir der Elbe ein Bearded Collie-Mädchen. Brösel hat sich an sie drangehängt (und ich mich an sein sehr nettes Frauchen). Nach einer Weile hat der Bearded Collie angefangen, Brösel zu “hüten”, das war sehr süß. Da hatte Brösel also einen Bodyguard.
Im Sand gab es allerhand zu schnüffeln und Brösel ist derartig glücklich über den Frühling, dass er oft völlig Zeit & Raum vergisst und sich an einer Blume oder einem Stück Holz “festschnuppert” – eine Art Hunde-Meditation.
Ins Wasser bekommt man Brösel allerdings nicht – wenn schon baden, dann lieber wohltemperiert zu Haus in der Wanne. Es ist ihm auch egal, dass alle umstehenden lachen, weil er bei der Jagd auf Bälle und Stöcke genau vor der Wasserkante geschickt bremst und vor anlaufenden Wellen zurückweicht als hätte er Angst, sich auch nur die Pfotenspitzen nass zu machen. Alle anderen Hunde haben sich heute natürlich freudig ins kühle Nass gestürzt. Dabei wäre ein Bad nach einem Elbspaziergang manchmal gar nicht schlecht – denn Brösel ist ein ein echter Hund und als solcher nach einem Spaziergang in der Natur ordentlich schmuddelig. Hier ein Bildnis von Karfreitag mit verschmierter Backe:
Ostern war es entgegen allen Unkenrufen auch schön – jedenfalls vormittags. Danach zog es zu.
Da waren wir zum Blumenriechen in Planten un Blomen und Brösel hat sich an jeder zweiten Blume festgeschnuppert. Er war in einem vergangenen Leben wohl mal eine Biene.
Dank der genialen Hundetrainerin Charlotte Gothen von mensch-hund-hamburg.de kann man ihn auch beruhigt von der Leine lassen – er lässt sich mittlerweile selbst von einem Hasen, der ihm aus einem Gebüsch quasi ins Gesicht springt (so geschehen kürzlich im Park) zurückrufen und lässt auch auf Zuruf von im Sand verbuddelten Grillresten ab. Nur wenn etwas ihm Angst macht oder er sich bedroht fühlt (Tierarzt, Kinder, die mit erhobener Schaufel auf ihn zugehen, große Männer mit Flaschen in der Hand …) ist Brösel noch immer zu nervös und muss noch üben. Das ist seine schwerste Lektion – Vertrauen. Bei Charlotte habe ich schon angefragt, ob diesen Sommer wieder ein Z. O. S.-Kursus ist. Mal sehen, ob sie uns noch unterbringen kann.
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